Kategorien
Der Blog 4 you

Das Geschäft mit der Angst

In beruflichen Krisensituationen suchen viele Mitarbeiter einen  Coach auf.  Wann aber dürfen wir von beruflichem Stress sprechen, wann von einer neurotischen Störung? Das ist deshalb wichtig, da Coaches keine Heilbehandlung vornehmen dürfen.

Realängste oder neurotische Störung?

Der Coach sollte entsprechend in der Lage sein, Realängste von neurotischen Störungen zu unterscheiden. Beide erlebt der Klient als belastend und störend. Aber was ist der Unterschied?

  • Als Realängste gelten als Ängste aufgrund von objektiv bestehender Gefahren, wie die beim drohenden Stellenabbau oder der Angst, seine Prüfung zu „versemmeln“. 
  • Von Neurotischen Störungen (Neurose) sprechen wir, wenn die eigentliche Ursache der Angst in ungelösten frühkindlichen Konflikten liegt, die sich in einer aktuellen Situation offenbaren. Zur Gruppe der neurotischen Störungen zählen Angststörungen, Panikstörungen, Phobien, Zwangsstörungen und dissoziative Störungen. In solchen Fällen muss ein Psychotherapeut in den Prozess eingebunden werden. 

Schwieriger wird es, wenn sich in einer beruflichen oder privaten Krise Realängste mit neurotischen Ängsten zu einem unübersichtlichen Konglomerat vermischen. Ein guter Coach sollte in der Lage sein zu erkennen, ob eine Krisen eine fachliche Krisenintervention erfordern, oder ob psychische Zuständen dominieren, bei denen Ärzte oder Psychotherapeuten eingeschaltet werden müssen.

Monika Hoyer bietet Business Coaching, ganzheitliche Psychotherapie und Wissenstransfer am bsdr4you Institut an. www.bsdr4you.de, coaching@monikahoyer.de

Literatur

mehr dazu in: Praxis Kommunikation, Heft 01 Februar 2015
Angewandte Psychologie in Coaching, Training und  Beratung
Text: Monika Hoyer | Volltext | Artikel Download 

Kategorien
Der Blog 4 you Homepagebilder

XX und XY ungelöst

Nirgendwo verbringen Frauen und Männer so viel gemeinsame Zeit wie im Job. Aber können beide Geschlechter deswegen auch normal zusammenarbeiten?

Vielleicht erklärt er sogar, warum Frauen in Deutschland im Schnitt fünf Jahre älter werden. Aber wohl nicht, wieso Männer bei gleicher Tätigkeit zirka acht Prozent mehr verdienen.

Man spricht von einer Lohnlücke, einer bereinigten. Darüber hinaus gibt es noch allerhand unbereinigten Streit. Das Geschlecht, schrieb Alexander Kissler im Magazin „Cicero“ zur Sexismus-Debatte, wird uns gerade als „problematische Kategorie“ eingeredet. Kann das also gut gehen, wenn XX und XY fünfmal die Woche den ganzen Tag zusammenarbeiten?

… Weiterlesen …

Erschienen in brandeins Wirtschaftsmagazin, Heft 3 im März 2013
Interview mit Monika Hoyer vom BSDR Coaching Institut Hamburg
Text: Dirk Böttcher | Volltext | Artikel Download